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Dialoge im öffentlichen Raum

In einigen Kirchengemeinden gab es Interesse, sich stärker für den Dialog mit anderen Kulturen und Religionen und insbesondere gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu engagieren.

Daraus entstand die Idee, gerade auch im "Öffentlichen Raum" mit diesen Themen präsent zu werden. "Welcome! -Netzwerken im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree", das Kooperationsprojekt zwischen dem Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree und der SozDia Stiftung Berlin, hat seit Januar 2020 koordinierend für den Aufbau eines entsprechenden trägerübergreifenden Netzwerks im Bezirk Treptow-Köpenick gesorgt.

Welcome! lädt bei Interkulturellen Woche 2021 zum Dialog im öffentlichen Raum ein


Interkulturelle Woche 2021 vom 13. September bis zum 4. Oktober unter dem Motto #offen geht


Die Eröffnung der 47. Interkulturellen Woche findet am 13. September um 18 Uhr im Rathaus Treptow (Bezirk Treptow-Köpenick) sowie als Livestream auch online unter https://www.interkulturelle-woche-berlin.de statt.

Unser Projekt Welcome! beteiligt sich wie im Vorjahr mit der interaktiven Ausstellung "Facetten des Glaubens". Das mobile Zelt bietet im Bezirk Treptow-Köpenick zahlreiche Möglichkeiten zum Dialog über Themen in den Kiezen und den Beitrag der Religionen zum Frieden in der Stadt.

Alle Informationen zu den geplanten Veranstaltungen findet Ihr unter folgendem Link: https://www.kommunale-oekumene.de/ins-tun-kommen-treptow-koepenick-interreligioes/

> Hier geht es direkt zum Programm

Sozialräumliche Ausrichtung als Zukunftsthema für Kirche und Diakonie

Quelle: Diakonie Deutschland Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. / WIR&HIER Gemeinsam Lebensräume gestalten


Kooperationsprojekt Welcome! bot Praxisworkshop auf dem WIR&HIER-Kongress an


Um die sozialräumliche Ausrichtung als strategisches Zukunftsthema von Kirche und Diakonie ging es beim digitalen Kongress "WIR&HIER - Gemeinsam Lebensräume gestalten", der am 3. und 4. September 2021 von der Diakonie Deutschland und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veranstaltet wurde. Neben diversen Podien stand die Vorstellung konkreter Projekte im Mittelpunkt des praxisorientierten Kongresses. Auch Welcome! - Netzwerken im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree, ein Kooperationsprojekt zwischen der SozDia Stiftung Berlin und dem Ev. Kirchenkreis Lichtenberg Oberspree, konnte seine Arbeit in einem Praxisworkshop zum Thema "Dialog & Öffentlicher Raum" vorstellen.

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, hat die Gestaltung der Sozialräume als wichtiges strategisches Zukunftsthema von Kirche und Diakonie hervorgehoben. "Wir leben in einer Zeit, in welcher der rasante Wandel manchmal die einzige Konstante zu sein scheint", sagte er zu Beginn des digitalen Kongresses. Lilie betonte, dass Kirche und Diakonie nicht abseits dieser Entwicklung stünden, sondern Teil der Gesellschaft der vielen Umbrüche und neuen Aufbrüche seien. "Kirche und Diakonie wollen Mitgestalter des Wandels sein und dadurch einen Beitrag zu einer neuen Erzählung von Zusammenhalt und Teilhabe für alle leisten", so Lilie.

Als zentrales Gestaltungselement für die Zukunft von Kirche und Diakonie sieht der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die Vernetzung. "Vernetzung geht digital, aber eben auch vor Ort. Das bringt Kirche und Diakonie in Bewegung." Dabei liege es nahe, "hinaus ins Weite" zu gehen. "Wir müssen rausgehen zu den Menschen - direkt vor unsere Haustür, vor unsere Kirchentür. Sozialraumorientierung steht für eine Kirche und Diakonie, die sich nicht zurückzieht, sondern sich verlässt, sich einlässt, sich selbst aussetzt", so Landesbischof Bedford-Strohm. In seinen Grußworten finden sich auch wesentliche Leitgedanken von Welcome! wieder.

> Informationen zum Kongress

Hille Richers (Projektkoordinatorin Welcome!/SozDia) und Pfarrerin Christiane Schulz von ESTAruppin e.V. berichteten während des Workshops von ihren Erfahrungen mit Dialogen im öffentlichen Raum, die sie im Rahmen ihrer Kooperation mit der interaktiven Ausstellung "Facetten des Glaubens" sammeln konnten. Sie präsentierten Perspektiven für die praktische Zusammenarbeit von Kirchengemeinden, zivilgesellschaftlichen Partner*innen und diakonischen (Nachbarschafts)-Einrichtungen und ermutigten dazu, Gelegenheiten und Anlässe zu stiften, um stärker "zuhörend unterwegs" zu sein im öffentlichen Raum. Voraussetzung sei das Interesse, sowohl Raum zu schaffen für solidarisches und respektvolles Miteinander in Vielfalt, als auch, sich in der Erweiterung der eigenen "Schmerzgrenze" mit klarer Haltung sowie fairer Gesprächskultur bei unterschiedlichen Sichtweisen zu üben. Dies entspricht auch der in der SozDia Stiftung Berlin gelebten Grundhaltung, immer wieder nach Wegen zu suchen, wie "Demokratie gestalten" im Alltag der Sozialen Arbeit umgesetzt werden kann.

"Die interessierten Nachfragen und die lebhafte Diskussion im Workshop zeigten, wie wichtig und Mut machend solche Experimente mit offenem Ausgang sind", so Hille Richers. "Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Dieser muss vielmehr immer in Zusammenarbeit mit den Menschen im Sozialraum, durch Zuhören und mit dem Aufgreifen der Interessen und Ressourcen jeweils vor Ort entwickelt werden." Der Wunsch, dass diese Haltung noch viel mehr Bestandteil von Aus- und Weiterbildung sowohl von Sozialarbeiter*innen als auch von Pfarrer*innen sein müsse, sei mehrfach geäußert worden.

> Präsentation zum Workshop "Dialog & Öffentlicher Raum"


Dass der Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree und die SozDia Stiftung Berlin mit dem Kooperationsprojekt Welcome! - Netzwerken im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree neue und offene Wege beschreitet, erfuhr im Rahmen des Kongresses große Anerkennung.
Zu dessen Abschluss gab es 12 Leitimpulse, welche auch die Sicht- und Arbeitsweise von Welcome! wiederspiegeln: Kirche und Diakonie sind Bestandteil des Sozialraumes. Beide können im und mit dem Sozialraum gemeinsam lernen, denn Irritationen von außen ermöglichen innovative Prozesse, fördern und unterstützen Dynamiken. Ausgrenzung wird vermieden, wenn im Sinne von Inklusion und Partizipation bereits Ziele und Prozesse inklusiv und partizipativ entwickelt werden und Teilhabe ermöglichen.

> 12 Leitimpulse für eine diakonische Kirche mit Zukunft

Weitere interessante Inhalte zum Thema:

Blogbeitrag von Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland: "Wir & Hier: Kirche mit Zukunft"

Vortrag von Dr. Maria Lüttringhaus während des Kongresses: "Potenziale eines Paradigmas - Sozialraumorientierung in Kirche und Diakonie" (15 Min.): https://youtu.be/__xwEFRZkr4

Windhauch-Podcast von Steffen Merle und Ingolf Hübner - Folge 027 (57 Min.): "Sozialraumorientierung als Aufgabe und Herausforderung für Kirche und Diakonie"

Interkulturelle Woche 2020: Ein guter Anlass

Die Interkulturelle Woche 2020 (27. September. bis 8. Oktober 2020), die bundesweit unter dem Motto "Zusammen leben, zusammen wachsen" stand, war ein guter Anlass, um sich mit ganz unterschiedlichen Begegnungsformaten  sichtbar als Kirche und Diakonie einzubringen. Zum Programm dieses Netzwerks gehörte die Zusammenarbeit anlässlich des jüdischen Laubhüttenfest (Sukkot), die interaktive Ausstellung "Facetten des Glaubens" auf zwei Wochenmärkten und eine gemeinsame Radtour zur Aziziye Moschee in Buckow am Tag der Deutschen Einheit bzw. Tag der offenen Moschee.

"Solche gemeinsamen Erfahrungen und sich dadurch aufbauendes Vertrauen bilden die Basis für ein friedliches Miteinander in einer lebendigen Demokratie. So kann Verbundenheit in aller Vielfalt wachsen.", fasst Welcome!-Projektkoordinatorin Hille Richers zusammen. Ein schönes Symbol für das gegenseitige Interesse und das respektvolle Miteinander der verschiedenen Religionen war für Hille Richers auch die Übertragung aus der Buckower Azizye Moschee in die jüdische Laubhütte in Schöneweide. Bei einem Konzert auf eben jenem Laubhüttenfest ließen einige der Radler*innen den gemeinsamen Tag ausklingen.

Impressionen: Ausstellung "Facetten des Glaubens"

Impressionen: Tag der offenen Moschee - gemeinsame Radtour

Was haben Chanukkah und Weihnachten miteinander zu tun?

Ein "erhellendes" Gespräch mit Fragen und Antworten von der liberalen Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg und dem ehemaligen Landesjugendpfarrer Rudi Pahnke am 13. Dezember 2020 in der Köpenicker Stadtkirche. Es geht um die Wurzeln von Chanukkah und Advent bzw. Weihnachten und auch um heutige Praxis und Prägungen.

In Kooperation mit der Fachstelle TKVA (Treptow-Köpenick für Vielfalt- gegen Antisemitismus) wollen wir mit dazu beitragen, dass jüdisches Leben wieder sichtbarer werden kann. Wir wollen Raum geben, um die Vielfalt heutigen jüdischen Lebens kennenzulernen und verbreitetem Nichtwissen und Vorurteilen besser begegnen zu können

Die Aktionstage zu Chanukkah wurden als Kooperation mit TKVA durchgeführt. Partner waren neben Welcome!- Netzwerken im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree der SozDia Stiftung Berlin, das Bezirksamt Treptow-Köpenick, Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer, ev. Stadtkirchengemeinde Köpenick, MoBe moving poets e.V.,  Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick. Sie wurden u.a. gefördert vom Diakonischen Werk Berlin- Brandenburg-Schlesische Oberlausitz.

Chanukkah trifft Weihnachten: Ein Gespräch

Probleme beim Abspielen des Videos? Kopiere den folgenden Link in deinen Browser (Weiterleitung zu Youtube)

https://www.youtube.com/watch?v=UsQBCtKK47w

Impressionen: Chanukkah 2020

Bild 1: Liberale Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg & Rudi Pahnke, Landesjugendpfarrer, im Dialog

Bild 2: Der Chanukkah-Leuchter in Köpenick